Allerlei – Zitat, Stifte und Bücher

Hier mal verschiedene Kleinigkeiten, die nicht groß genug waren für einen einzelnen Beitrag aber zu klein für Twitter :)

Zitat des Monats (für mich ;) )

Es ist oft gesagt, aber selten gehört worden, dass der abstrakte Wunsch allen Menschen das Paradies zu bereiten, der beste Weg zur Erzeugung einer konkreten Hölle ist

Entnommen aus dem Buch “Die Logik des Misslingens“, in dem es um das Fehler machen geht, obwohl man gutes erzielen will. Das Kindle Sample war schon sehr spannend zu lesen.

Caran D´Ache – Stifte mit Lebenslanger Garantie

Durch einen anderen Artikel bin ich auf die Schreibgeräte von Caran D´Ache gestoßen. Sie sehen schlicht aus und sollen auch gut zum Schreiben sein für die “Analogiker” (Notizbuch im Papierform mit Stift).

Dabei sind die Stifte noch nicht mal Teuer, obwohl aus auch Füller für € 500,00 und mehr gibt.

Ich denke mal, dass ich dort demnächst auch eins bestellen werde, diese kann man für ca. 10€ schon kaufen.

Beispielsweise im Shop von StilusBSA auf www.caran-dache.de

Caran D´Ache Schreibgeräte

Weitere Kindle Bücher eingekauft

Sehr vielversprechend fand ich das Sample zu “Quiet Leadership“, was ich auf der Agile Books 2011 Liste von Yves Hanoulle auf seinem Coaching Blog gefunden habe.

Dieses Buch von David Rock richtet sich an alle Führungskräfte, die Teams zu Höchstleistungen führen möchten. Dabei geht es Praxisnah in Sechs Schritten auf Motivationstechniken, Psychologie und Kreativität ein um das beste Ergebnis mit dem Team zu erzielen.


Daneben bin ich noch auf ein Schnäppchen aufmerksam geworden, was ich aber noch nicht begonnen habe. Das Buch richtet sich an alljene, die mit der Beratung zu tun haben, beschreibt aber auch das Thema “Beratung” an sich und geht darauf ein, dass jeder in irgendeiner Weise ein Berater ist. Das Buch zeigt nicht auf, wie man ein Berater wird, sondern hilft einem, überzeugender als Berater aufzutreten, zum “Überzeuger” – sprich, “Influencer” zu werden.

 

Technische Klassifizierung in PIM Projekten

In so ziemlich allen PIM (Produktinformationsmanagement) Projekten muss man sich mit dem Klassifizierungssystem auseinandersetzen und dies in die Produktstruktur einbinden.  Damit wir auf das Klassifizierungssystem eingehen können, müssen wir erstmal einen kurzen Rundumschlag machen.

Die Produktstruktur – Katalog und oder Sortimente

Ein Produktinformationsmanagement System ist dafür da, um seine Produkte in einem Medienneutralen Zustand zu Pflegen und mit Informationen anzureichen. Dieser Prozess ist ein andauernder Prozess, der “Product Lifecycle”. In diesem kann das Produkt neu angelegt, ergänzt, inaktiv und wieder aktiv geschaltet werden (relativ einfach beschrieben, aber es kann noch viel mehr dahinter stecken).

Diese Produkte werden in der Regel in einem Katalog gepflegt, das im Prinzip einen Datencontainer darstellt, wo Produkte in einer Hierarchischen Struktur sortiert werden. Damit man die Produkte einfacher finden kann, sortiert man beispielsweise Elektronikgeräte in einer anderen Produktkategorie als beispielsweise Sportgeräte.

Eine solche Produktstruktur (mittels Kategorien verwirklicht) kann in beliebiger Tiefer verschachtelt sein, hier ist nur um Vorsicht gebeten, da zu tief verschachtelte Strukturen zu höheren Pflegeaufwand führen kann (Unübersichtlichkeit).

Bei großen Sortimenten oder mehreren Verkaufseinheit (eigene Rechtliche Einheiten mit Shops) muss man die Daten oftmals voneinander trennen.
Hier gibt es verschiedene Ansätze wie man die Produkte trennen kann:

  • Mehrere Kataloge anlegen und eigene Strukturen aufbauen
  • Ein Master-Katalog und logische Sortimente
Produktstrukturen mit mehreren Katalogen oder Sortimenten

Produktstrukturen mit mehreren Katalogen oder Sortimenten

Was ist eigentlich eine (Technische) Klassifikation?

Abhängig vom Datenmodell kann man in den bereits vorhandenen Produktstrukturen diverse Informationen eines Produktes pflegen bzw. definieren. Diese “festen” Produktinformationen, ich nenne sie auch gerne “Stammdaten”, beziehen sich häufig auf Informationen wie:

  • Produktnummer
  • Produktname
  • Beschreibung
  • Bilder
  • EAN
  • Verpackungseinheit
  • etc.

Es gibt noch vieles mehr, auch individuelle Informationen (Marketing, Kundenartikelnummer etc.), die im Datenmodell spezifiziert werden muss.

Neben diesen Stammdaten gibt es aber auch Informationen, die dynamischer sind, dazu zählen bspw. Technische Ausprägungen oder allgemeine Merkmale.

Dazu gehören Beispielsweise:

  • Abmessungen (Höhe, Tiefe, Breite etc.)
  • Farbe (Rot, Blaut, Gelb)
  • Größe (S, M, L, XL etc.)
  • Auflösung (2 Mpixel, 7 Mpixel etc.)
  • Spannung (in Volt)
  • Getriebe (Automatik, Schaltung, DSG etc.)

Es gibt hier eine Vielzahl an Variationen, die Gemeinsamkeit ist jedoch, dass dies Merkmale bzw. Attribute von Produkten sind, die nicht auf jedes Produkt unbedingt zutrifft.

Oben im Datenmodell, sprich den Stammdaten, definiert man Produktinformationen die ein jedes Produkt beinhaltet, die Merkmale sind sehr Produktspezifisch. Merkmale wie Spannung oder Auflösung wären an einem Kleidungsprodukt deplaziert und würde die Produktpflege nur behindern, da dies die Informationen am Produkt nur unnötig aufbläht. Deswegen definiert man für die Produktstruktur eine passende Klassifikationsstruktur.

Definition einer Klassifikation

Analog zu der Produktstruktur definiert man auch eine Klassifikationsstruktur, nur werden hier in der Regel keine Produkte gepflegt, sondern die Merkmale/Attribute.  Auch hierfür kann man eine Kategorienstruktur in beliebiger Tiefe definieren, in der auf jeder Ebene bestimmte Merkmale eingehängt werden. In Enterprise PIM Lösungen existiert in der Regel auch eine Vererbungslogik, die dazu führt, dass Merkmale von oben nach unten in die Ebenen vererbt werden.

Wie funktioniert das?

Wenn wir nun Spannung und Abmessung in der ersten Kategorie einhängen plus eine Unterkategorie, die wiederum auch zwei Merkmale besitzt, beispielsweise Auflösung und Filter, dann würde die Unterkategorie die Merkmale der darüber liegenden Kategorie vererbt bekommen, so dass sich die Merkmale auf vier ganze Merkmale erhöht. Automatisch!

Klassifikationsstruktur

Klassifikationsstruktur

 

Zum Vergleich: Einfache PIM Lösungen besitzen oftmals nicht die Möglichkeit, solche Strukturen mit Logiken zu versehen. Hier werden die Merkmale i.d.R. direkt am Produkt zugewiesen, was etwas unflexibel ist.

Tipp: Bei der Definition einer Klassifikation empfehle ich nicht mehr als 3-4 Hierarchieebenen zu nutzen.

Die Merkmale

Die Merkmale selbst werden als “Objekte” angelegt, die im Prinzip als “Rümpfe” dienen. Da diese mehrfach verwendet werden (an mehreren Produkten), dürfen diese auch keine Merkmalswerte beinhalten.

Die richtigen Merkmalswerte werden erst am Produkt definiert, beispielsweise:

  • Auflösung: 2.0 Mpixel
  • Spannung: 240 V
  • Farbe: Rot

Der erste Wert ist der Merkmalsrumpf und der zweite ist der Merkmalswert, der am Produkt definiert wurde. So können Produkte über generische Merkmale verschiedene Ausprägungen besitzen. Deutlich wird es gerade beim Ausgabekanal “Shop”, wo oftmals eine “Facettensuche” über Merkmale aufgebaut wird, damit der Kunde neben der “Volltextsuche” seine Eingaben weiter einschränken kann. Wie ein Mehrfachfilter, der am Ende im optimalsten Fall das Produkt ausgibt, was der Kunde sucht.

Facettennavigation

Facettennavigation

Wie kommen die Merkmale zum Produkt?

Nun, man muss letztendlich die Merkmalsstruktur mit der Produktstruktur “verheiraten”. Dies passiert oftmals über eine Zuordnung zwischen den beiden Strukturen. Gute PIM Lösungen (Heiler oder Hybris) unterstützen das in einer sehr flexiblen Form, nämlich auf jeder Ebenenstufe und mit mehrfachen Relationen.

Hierbei gibt es auch noch Unterschiede. Man kann häufig entweder eine Gesamte Klassifikationskategorie einem Produkt oder einer Produktkategorie zuweisen. Alle Merkmale (direkte und indirekte – vererbte) werden den darunterliegenden Produkten zugewiesen und lassen sich befüllen.

Dem Elektroniksortiment würde man eine andere Klassifikationskategorie zuweisen, als beispielsweise den Sportartikeln.

Produktstruktur und Klassifikation

Produktstruktur und Klassifikation

Der Vorteil eines solchen System ist, dass alle Merkmale dynamisch den Produkten durch die Verknüpfung zugewiesen wird. Im Laufe eines Produktlebenszyklus können so auch neue Merkmale hinzukommen, die ohne ein Klassifikationssystem viel Arbeit verursachen würden (Zuweisung des neuen Merkmals zu allen benötigten Produkten). Mit einem Klassifikationssystem definiert man den Merkmalsrumpf in der gewünschten Klassifikationsstruktur und dieser wird automatisch allen Produkten zugewiesen.

Fazit

Der Vorteil eines Enterprise PIM Systems liegt klar auf der Hand. Es ist eine Bereicherung bei der Produktpflege und auch bei veränderten Bedingungen (Neue Sortimente, Ausgabekanäle, Pflegeprozesse etc.) flexibel genug, um auf die Bedürfnisse angepasst zu werden.

Diversität im Unternehmen – Fluch oder Segen?

Diversity Management? Klingelt da was? Oder ist eher der/die Gleichstellungsbeauftragte bekannt? Und was hat das mit den Softwareprojekten und den Mitarbeitern zu tun?

Sehr viel sogar!

Diversität im Unternehmen ist nicht erst seit gestern ein aktuelles Thema, immerhin gibt es seit einigen Monaten (oder gar Jahren?) interdisziplinäre Studiengänge zum Thema Geschlechterforschung und Diversity (Meine Frau ist davon betroffen). Und auch im Konzernumfeld ist das Thema Diversität sehr wichtig, wie das Video von Daimler AG zeigt:


YouTube Diversity Management bei Daimler AG

Auch in meinem Unternehmensumfeld bin ich tagtäglich damit konfrontiert.

Was macht Diversität aus?

Diversität ist vielmehr als die Unterscheidung zwischen Frau und Mann. Die Tage, an dem nur zwischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unterschieden wurde (und man kennt die Diskussionen um die Frauenquote und Gehaltsunterschiede gut). Diversität betrifft auch die Herkunft (Deutsche, Asiaten, Afrikaner etc.), die auf Grund des demografischen Wandels und in Zeiten des Fachkräftemangels und Lockerung der Gesetze für Auslandskräfte. Diversität betrifft aber auch die Religion (Muslime, Christen, Buddhisten etc.), die ein Charakter prägen und über den Glauben entsprechende Werte vermitteln die man mehr oder weniger umsetzt. es gibt sehr viele Faktoren mehr wie das Alter, Homosexualität, Solo oder Eltern sein, Introvertiert oder Extrovertiert… man kann dies viel weiter spinnen.

Fakt ist jedoch, all diese Unterschiede die ein einzelnes Individuum ausmacht wirkt sich in unterschiedlichen Wertesystemen aus – sprich, der Mitarbeiter selbst hat ein eigenes Bild von seiner Umgebung und Situationen.

Warum Diversität ein Segen ist

Wie Jurgen Appelo in seinem Buch bereits erwähnt hat, profitiert ein Unternehmen  durch die Diversität seiner Mitarbeiter aus dem einfachen Grund, dass durch die verschiedenen Kulturen und Ungleichheiten die Denkweisen und Ansätze für Problemlösung viele Möglichkeiten und Wege aufweisen. Während ein Unternehmen, dass nur aus dem gleichen Typ Mitarbeiter rekrutiert wurde oftmals eine ähnliche Denkweise zu Tage legt und somit weniger flexibel auf komplexe Probleme reagieren können.

Wie stark sich ein Wertesystem der Mitarbeiter unterscheiden kann, hat Dr. Peter Kruse bereits mehrfach in seinen Vorträgen, Büchern und Videos präsentiert. Dabei kann die Ansichtsweise und Lösungsansatz eines Problems alleine schon bei Mitarbeiter unterschiedlich sein, die ein differenziertes Alter oder Glauben haben.

Ein Unternehmen kann sich das zu Nutze machen, in dem das Management eine offene Kultur in der der Austausch und Netzwerkbildung untereinander ein fester Bestand der Unternehmenskultur bildet und auch “gelebt” wird. Das Unternehmen muss ein starkes soziales Netzwerk bilden und sich auch über hierarchische oder vertikale Organisationsformen hinweg entwickeln, damit ist man auch in schwierigen Situationen gewappnet, denn es wird sich immer jemand finden, der mit seiner Individualität das Problem lösen kann.

Wichtige Kernpunkte für das Management:

  • Abschaffen von Vorurteilen (sofern es diese gibt)
  • Schaffen  einer offenen Kultur und nach dieser “leben”
  • Austausch untereinander fördern und motivieren
  • Stärken und Schwächen der Individuen erkennen und einsetzen lernen

Warum Diversität ein Fluch sein kann

Diversität kann im Unternehmen auch ein Fluch sein (wobei aus meiner Sicht die positiven Dinge überwiegen). Diversity Manager können sich nur wenige leisten. In der Regel schaffen es mittelständische Unternehmen gerade mal eine Personalabteilung aufzubauen, die sich um die Belange der Mitarbeiter kümmert. Dies geht dann oftmals auch schon weiter (>500 Mitarbeiter) in Richtung Gesundheitsmanagement und Soziale Hilfe etc. Erst ab Konzerngröße leisten sich die Unternehmen ein oder mehrere Gleichstellungsbeauftragte, oder wie es Heute schon eher der Fall ist: “Diversity Manager“.

In kleinen bis mittelständischen Unternehmen wird dies dann durch jemanden ersetzt, der für die belange der Mitarbeiter zuständig ist oder häufig auch noch dem Geschäftsführer. Ist dieser nicht darauf sensibilisiert, dann kann sich das an der einen oder anderen Stelle als Problem darstellen.

Missverständnisse untereinander, Grüppchenbildung und Ausstoßung sowie Konflikte sind vorprogrammiert. Dies ist schlecht für die Produktivität und Teamspirit im Unternehmen.

Ein anderes Problem was sich eher unter der Oberfläche einschleicht sind klassische Dinge bei der Interpretation. Ein klassisches Beispiel, dass mir selbst auch schon begegnete ist das lesen und verstehen von Kundenanforderungen in Softwareprojekten.

Man kann noch so neutral die Anforderung formulieren, wenn es drei verschiedene Mitarbeiter lesen, im besten Falle sogar Mitarbeiter die sich durch die Kultur, Religion, Alter und Familienstand unterscheiden, dann bekommt man drei verschiedene Interpretationen aus einer Anforderung! Es wird dann kritisch, wenn davon ausgegangen wird, dass jeder die Anforderung so versteht, wie man sie selbst versteht. Jedoch ist das ein Trugschluss, der aus seiten der Planung und des Budgets nach hinten gehen kann, wenn die Anforderung falsch umgesetzt wird und dies erst beim Kunden auffällt.

Wichtige Kernpunkte für das Management:

  • Rahmenwerk und einheitliche Sprache für die Mitarbeiter schaffen
  • Auch hier wieder (ich betone es gerne): Offener Austausch und Kommunikation
  • Ein Gefühl für das Wertesystem seiner Mitarbeiter erlangen
  • Die Unterschiede seiner Mitarbeiter kennen und verstehen lernen (und die Konsequenzen daraus)

Man darf vor der Diversität keine Angst haben, jedoch Respekt und Neugierde sowie viel Einfühlungsvermögen, um den Problemen der Diversität entgegen zu treten und die Stärken der Unterschiede für sich zu Nutzen!

 

Servant Leadership – Die dienende Führung

Immer mehr stoße ich auf die Ideen von Robert K. Greenleaf zum Thema Führung, was sich mit dem aktuellen Trend im Projektmanagement, nämlich nicht mehr nur auf methodische Perfektion Wert legen, sondern vielmehr auf Sozialkompetenz und Führung deckt.

Der “Servant Leader“, also der dienende Führer ist kein methodischer Ansatz oder Konzept für die Führung, sondern eher eine Philosophie, wie Führung im Unternehmen angewendet wird. Dabei ist aus meiner Sicht diese Philosophie nicht nur für CEO´s oder das obere Management gedacht, sondern auch für das Mittlere Management und natürlich die Projektmanager unter uns.

Gucken wir uns ein Zitat von von W. Edwards Deming an:

The most valuable “currency” of any organization is the initiative and creativity of its members. Every leader has the solemn moral responsibility to develop these to the maximum in all his people. This is the leader’s highest priority.

Das Kerngeschäft einer Führungskraft ist nicht das verwalten von Finanzen, Kundenzufriedenheit, Reports etc. sondern das beste aus den eigenen Mitarbeitern herauszuholen. Als dienender Führer muss man jeden Tag die Motivation und Kreativität der eigenen Mitarbeiter anregen um sie zu Höchstleistungen zu führen. Gerade in Dienstleistungsgeschäft, Softwareentwicklung wie in meinem Fall, wird kein Produkt in klassischer Sicht “produziert” (Fließband, Handarbeit etc.), sondern komplexe abstrakte Software durch die Kreativität der Mitarbeiter “kreiert”.

Das Ziel des Projektmanagers (und Manager im allgemeinen) sollte sein, ein Umfeld für die Mitarbeiter zu schaffen in der Sie Freiräume, Sicherheit, Respekt und die Möglichkeit zur eigenen Entfaltung haben um das Potenzial aus Ihren Köpfen herauszuholen.

Was sind die Charakterzüge eines “dienenden Führers”?

  • Listening: Er muss das vermögen haben, aktiv zuzuhören und die Bedürfnisse oder Probleme der Mitarbeiter zu verstehen und aktiv zu werden, wenn sich etwas anbahnt.
  • Empathy: Er muss Einfühlungsvermögen besitzen und sich in die Lage der Mitarbeiter versetzen zu können um auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter richtig eingehen zu können.
  • Healing: er muss in der Lage sein den Mitarbeiter zu helfen, eigene Probleme zu lösen oder eben als vertrauenswürdige Person mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
  • Awareness:  Er muss ein scharfes Bewusstsein haben für die Mitarbeiter und auch für sich selbst um Situation aus einer ganzheitlichen Sicht zu betrachtet.
  • Persuasion: Er muss überzeugen können! Der Manager sollte nicht von seinen “Machtmitteln” als Vorgesetzter zu oft gebraucht machen, er muss die Mitarbeiter überzeugen und mitreißen.
  • Conceptualization: Er muss in der Lage sein, weiter zu denken als die Arbeit von Tag zu Tag zu bewältigen. Er muss in der Lage sein, langfristige und visionäre Strategien zu konzipieren und diese umzusetzen, nicht nur für sich, sondern für das Unternehmen und die Mitarbeiter.
  •  Foresight: Er muss quasi ein “Wahrsager” sein. Situation frühzeitig abschätzen können um entsprechend einzuleiten. Die Vergangenheit verstehen und die Realität und Zukunft voraussagen.
  • Stewardship: Er tretet ein für das Allgemeinwohl der Gesellschaft und ist als offene, vertrauensvolle Person angesehen und dient anderen.
  • Commitment to the growth of people: Er ist sich dessen Berußt, dass die Mitarbeiter auch andere intrinsische (innerliche) Bedürfnisse haben außerhalb der Arbeit und sorgt ständig dafür, dass die Mitarbeiter sich auf Professioneller und Persönlicher Ebene ständig weiterentwickeln und “wachsen”.
  • Building community:  Er muss in der Lage sein, ein starkes Soziales Netzwerk und Gefüge um sich herum aufzubauen und zu pflegen, denn erst dann ist ein Team ein starkes Team und federt Probleme mit Leichtigkeit weg. Außerdem ist das Soziale Netzwerk (wir reden nicht von Facebook & Co.) in einem Unternehmen wichtig für das Allgemeinwohl der Mitarbeiter. Stimmt dies nicht, so ist die Unzufriedenheit hoch, die Produktivität und noch viel schlimmer, die Kreativität der Mitarbeiter schlecht!

Das sind die 10 Charakterzüge eines “Servant Leaders”, die alle nichts mit methodischen Ansätzen zu tun haben, sondern mit dem Charakter und sozialen Kompetenz der Person. Und dies deckt sich mit dem hohen Stellenwert der “Soft Skills” eines Managers, die immer mehr gefragt sind.

Ohne die Philosophie vorher gekannt zu haben, bin ich schon lange der Ansicht, dass der wichtigste Part einer Softwareentwicklung das Team (Softwareentwickler, Tester etc.) sind und habe auch immer gesagt:

Ich bin das Mädchen für alles im Projektteam, damit alle die besten Bedingungen für das Arbeiten haben.

Die Organisationspyramide sehe ich aus einer andere Perspektive, nämlich dass das Management ganz weit Unten ist, die Mitarbeiter in der Mitte und der Kunde ganz weit oben und das Management den Mitarbeitern und die Mitarbeiter dem Kunden dient. Dabei ist die Rechnung einfach: Glückliche, zufriedene und Kreative Mitarbeiter = Glückliche Kunden = Glückliches Management :).

 

Servant Leader Organisation

Servant Leader Organisation

Notizbuchhacks – X17 und Moleskine verheiraten

Wer eine Faible für Analoges Gedankengut hegt, der wird sicherlich schon ein Fan vom Notizbuchblog sein. Auch ich gehöre zu denjenigen, die gerne nach wie vor auf analoges stehen, gerade wenn man wie ich im Projektalltag ständig von IT-System umgeben ist.

In der Vergangenheit habe ich bereits viele Notizbücher geprüft und genutzt, von klassischen 0815 Notizbüchern, über meinen ersten Softcover Moleskine bis hin zum X17. Noch habe ich keine passende Lösung (100%ige) gefunden. Ich spielte auch eine lange Zeit mit dem X47 oder Roter Faden, war aber beim ersten vom Preis und beim zweiten von den Haltesystem nicht ganz überzeugt, das X17 fand ich eigentlich bereits sehr gut, nur fehlten mir so praktische Werkzeuge, wie die Stifthalter eines Sigel Notebooks oder eben die Lesezeichen und Taschen. Außerdem fand ich die Blöcke, egal ob kariert oder blanko nicht so gelungen wie beim Sigel oder Moleskine.

Mein aktuelles Sigel Conceptum Notizbuch

Mein aktuelles Sigel Conceptum Notizbuch

Durch eine Arbeitskollegin, die nun einen Roter Faden Notizbuch bei sich trägt und dort ebenfalls nicht ganz glücklich mit den dünnen Notizbucheinlagen ist, hat Sie sich Softcover Moleskines Cahier bestellt. Das sind i.d.R. Dreierpacks von einfachen Moleskine Notizbüchern, die eben kein Ledercover, sondern ein Pappcover haben.

Diese habe ich mir direkt mitbestellt (ca. 8€ bei Buch.de) und siehe da, passen Perfekt in den X17 und haben sogar Taschen zum einstecken von bspw. Rechnungen, Karten etc.

In Verbindung mit den Selbstklebenden Leuchtturm Schlaufen für Stifte, konnte ich auch das Problem umschiffen.

Mein X17 Notizbuch

Mein X17 Notizbuch

X17 mit Moleskine Einlagen

X17 mit Moleskine Einlagen

Die Kombination aus X17 Notizbuch und den Moleskine Einlagen (4 Stück) ist eine Perfekte Symbiose. Ich habe vier karierte Softcover Moleskine Einlagen plus eine linierte (für die To-Do´s), die ich mit den Lesezeichen entsprechend markieren kann.

Wenn diese mal voll sind, dann brauche ich lediglich die Einlagen austauschen! Perfekt!

Tipp:

Erstes Buch auf dem Amazon Kindle gelesen

Nun, seit ca. über einer Woche habe ich den Amazon Kindle und habe mir neben den kostenlosen Romanen auch das Buch von Jason Fried & David Heinemeier Hansson - Rework gekauft (Die beiden 37signals macher). Das Buch wurde bereits von vielen aus der Bloggosphäre empfohlen und so konnte ich nicht mehr “Nein” sagen und habe mir direkt die Kindle Version gekauft.

Zum Leseerlebnis mit dem Kindle selbst

Das Kindle habe ich bis dato für kurze Texte, die ich über Readability/Instapaper auf meine @free.kindle.com Adresse geschoben habe, genutzt, jedoch noch nicht für ein ganzes Buch.

Mit seinen 247 Gramm ist das Amazon Kindle nicht zu leicht und nicht zu schwer, eigentlich Optimal. Von Ipad oder Ipad 2 Nutzern wurde dies im Vergleich als sehr angenehm empfunden. So kann man auch längere Zeit mit dem Lesen verbringen, ohne das einem die Hand einschläft, wie es oftmals bei einem Tablet oder dicken Fachbuch passieren kann.

Das Blättern selbst geschieht zackig und ohne Probleme. Das markieren von Textpassagen ist für die Recherche ebenfalls sehr gelungen umgesetzt. Gimmick: Man kann auch sehen, welche Passagen von anderen Personen markiert wurden.

Auch für Personen mit Sehschwäche gibt es eine Lösung. Über den “Aa” Knopf kann man die Schriftart, Schriftgröße und auch Zeilen/Worthöhe definieren oder ebenfalls die Darstellung des Textes (Hochformat/Querformat).

Amazon Kindle - Schrifteinstellungen

Amazon Kindle - Schrifteinstellungen

Akku aufladen musste ich trotz Wlan und 3G bisher noch nicht. Also ist der Betrieb sehr lange möglich.

Was mir vor allem auffiel war, dass das lesen mit dem Amazon Kindle gefühlt schneller geht, oder es lag einfach am Buch. Der Inhalt der Floss einfach so und das Buch war eher zu Ende als ich erwartet hatte.

Zum Buch selbst – Rework

Ich habe die Arbeit von 37Signals regelmäßig verfolgt und so war es eigentlich irgendwann mal fällig, das Buch zu kaufen. Die Produkte wie Basecamp oder Highrise überzeugen und die Firmenpolitik ist erfrischend und innovativ. Dies setzt sich auch im Buch fort, wo die 37Signals Macher Ihr Konzept für 37Signals überzeugend darstellen und andere Ansätze, gar ketzerische, darstellen.

Beispielsweise ist deren Ziel nicht der ständige Wachstum oder erreichen der Fortune 500 sondern ein solides Unternehmen, dass gut läuft, wo die Arbeitnehmer mit Spaß arbeiten können. Sehr lobenswert!

Dabei ist das Buch erfrischend ehrlich und frei geschrieben und nicht Steif, es macht Spaß die Kapitel durchzulesen und am Ball zu bleiben. Was jedoch fehlt ist etwas die Tiefe im Buch. Mit Kapiteln wie

  • Ignorieren Sie die reale Welt
  • Gut genug reicht völlig
  • Die Besten sind überall

und das ist nur ein Auszug, wird zwar sehr dick aufgetragen und die Kapitel haben auch Inhalt nur ist es irgendwie ziemlich “Amerikanisch”. Die Texte sind halt sehr stark aufgebauscht und der dahinterliegende Inhalt gerät eher in den Hintergrund.

Nichts desto Trotz sind 37Signals mit Ihren Produkten erfolgreich trotz eines anderen Unternehmenskonzepts und das ist auch gut so. Sie zeigen es, dass man ein Unternehmen anders führen kann und nicht immer das Ziel, die Spitze sein muss.

Amazon Kindle und Readability

Ich nutze nun seit langer Zeit den Dienst von Readability.com. Readability formatiert Texte aus dem Internet in ein Lesefreundliches Format.

Ich habe soeben den Dienst im Zusammenhang mit meinem neuen Amazon Kindle (siehe Beitrag “Amazon Kindle ist da!“) getestet und ich muss sagen, läuft Reibungslos.

Amazon Kindle mit Readability

Amazon Kindle mit Readability

Man muss lediglich die Readability E-Mail Adresse (kindle@readability.com) in seinem Amazon Konto Freischalten, damit diese für das senden berechtigt ist. Ein klick auf senden schickt automatisch den Artikel an das Kindle, so kann man längere Texte auch bequem Unterwegs lesen.

Readablity 2 Kindle

Readablity 2 Kindle

Wichtig: Unbedingt die @free.kindle.com Adresse angeben, da es bei der @kindle.com Adresse Geld kosten kann.

Amazon Kindle ist da!

Es dauerte nicht lange, gerade mal ein Tag benötigte Amazon für die Lieferung des Amazon Kindle´s.

Ich habe ihn mir in der WLAN und 3G Edition gegönnt, da 3G überall verfügbar ist und das auch umsonst über das eigene Whispernet. Noch vor der Auslieferung hat Amazon eine E-Mail versendet, die kurz darüber informiert, dass das Kindle bereits zu meinem Profil hinzugefügt wurde und ich nach Inbetriebnahme direkt Bücher bestellen könne. Sehr gut! Das ist Service.

Da ich aktuell sehr oft Unterwegs bin und nie so richtig Lust dazu habe, dicke Fachliteratur mitzuschleppen, habe ich lange hin und her überlegt und mich dann doch dazu entschieden, dem Kindle eine Chance zu geben (auch leicht inspiriert durch den Beitrag von Vladimir Simovic in seinem Blog).

Ich bin zwar eigentlich eher derjenige, der richtige Bücher bevorzugt, aber so langsam füllt sich auch jede Ecke in der Wohnung und im Amazon Kindle hat man zur Not seine Büchersammlung immer dabei. Echt Praktisch!

Das Design und Haptik des Gerätes ist überraschend gut! Kein Hochglanz Lack Marke “Medion”, robust nicht zu leicht und nicht zu schwer. Der Druckpunkt der Tasten ist Perfekt.

Amazon Kindle ausgeschaltet

Amazon Kindle ausgeschaltet

Nach dem Einschalten empfängt das Kindle mit der Einleitung und man kann direkt durchblättern und das Gerät ist direkt mit dem Amazon Account verbunden.

Einstellungen kann man direkt über das Kindle oder über die Amazon.de Oberfläche definieren (beispielsweise die “1-Click Buy” Option). Es gibt auch direkt im Amazon Shop Kostenlose Klassiker, die man zu seinem Kindle senden kann.

Folgende habe ich mir direkt ausgesucht:

Zusätzlich habe ich mir noch Rework: Business – intelligent & einfach geholt, da es langsam fällig war nach durchwegs positiven Meinungen.

Rework: Business  - intelligent & einfach

Rework: Business - intelligent & einfach

Großartig viel gelesen habe ich noch nicht, aber ein Bericht darüber wird dann auch folgen.

Management-Zitat des Tages

Eigentlich war das bereits gestern im Zug, aber ich finde den Satz sehr richtig für einen Vorstand bzw. Geschäftsführer, oder wie man Neuerdings eher sagt – des CEO´s.

Zu tun, was man für richtig hält; zu tun, was man für gut hält; das Richtige zu tun, wenn es nötig ist – das ist ein höheres Gebot.
Tu es mutig, tu es deinem Glauben gemäß, tu es so, wie du bist”
- Eiji Toyoda -

Gelesen im Harvard Business Manager.

Für Internationale Projekte – Sprachen lernen Online

Da ich nun auch mit Internationalen Projekten zu tun habe (Konzerne, E-Commerce Projekte über mehrere Länder etc.) und auch im Unternehmen selbst mit Mehrsprachigkeit zu tun habe, bin ich mit Interesse dem Link der aktuelle C´t gefolgt unter der Rubrik “Internet | Websites aktuell”.

Dort ist aktuell die Seite Lexiophiles.com genannt, die jedes Jahr eine Auswertung über die beliebtesten Sprachen zusammenstellt, dies natürlich auch für 2011 (Top 100 Sprachen im Jahr 2011). Darüber hinaus gibt es auch eine sehr schöne Übersicht der Top Seiten zum Thema “Sprachen lernen”, die man sich per RSS-Feed abonnieren kann.

Falls also jemand aktuell paar Übungsstunden benötigt (bspw. in Koreanisch – talktomeinkorean.com), der sollte mal etwas rumstöbern.